Gedankensprünge wird zu Gedankenbunt!

Meine lieben Leser,

kennt ihr die Lust, etwas Neues zu beginnen? Mich überfällt diese Lust immer wieder. Wie früher bei den Schulheften, wenn sie noch so leer und weiß strahlten, dann waren die neuen Vorsätze so rein und weiß wie das Papier… Heute geht es mir auch so. Die Gedankensprünge bekommen ein neues Zuhause, weil ich nochmals neu anfangen möchte. So unbedarft und harmlos wie in diesem Blog, aber mit ein bisschen mehr Struktur. Wie es eben ist, wenn man aus der Grundschule in die weiterführende Schule übertritt. Und wie beim Übertritt freut man sich sehr, wenn ein paar vertraute Gesichter mitkommen. Unserer kleinster Kreis! Ich würde mich sehr freuen,

Christine

www.gedankenbunt.wordpress.com

 

 

 

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Wirsing-Walnuss-Taschen

Wirsing als Gemüse schmeckt nach Herbst. Verbunden mit irgendetwas Cremigem immer lecker, und wie hier, gefüllt und mit Walnüssen nochmal mehr jahreszeitbezogen. Am liebsten mag ich dazu knuspriges Baguette. Weil Baguette eigentlich immer passt…

6 große Blätter Wirsing

50 g gehackte Walnusskerne

1 Zwiebel

150 g Frischkäse

Feta-Käse und Speckwürfel nach Belieben

2 EL Sahne

Pfeffer, Salz

Ei, Semmelbrösel

Olivenöl zum Anbraten

Die 6 Wirsing-Blätter in Salzwasser blanchieren. Inzwischen die klein geschnittene Zwiebel mit den Speckwürfeln anbraten und abkühlen lassen. Walnüsse mit Frischkäse, Feta, Sahne vermengen und Zwiebel-Speck-Mischung unterheben. Salzen und pfeffern. Anschließend auf die gut abgetropften Wirsing-Blätter geben und zu Päckchen falten. In Ei und Semmelbrösel wenden und in Olivenöl anbraten.

Guten Appetit!

Schwarz-weiß für Träumer

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Wir alle lieben sie, die Herbstfarben. Das leuchtende Rot, das warme Gelb,  die verschiedenen Violettöne. Und dann die Düfte, von feuchter Erde, von geschnittenen Kräutern aus dem Beet. Heute hatte ich Lust, ein bisschen Herbst ins Haus zu holen. Alles, was mir in unserem mäßig gepflegten Naturgarten vor die Füße fiel. Gerne würde ich sagen, ich liebe die Gartenarbeit, sie hilft mir beim Abschalten und Entspannen. Sie macht den Kopf frei… In Wahrheit ist es nur selten so. Ich entspanne besser bei einem Glas Wein und einem Buch 😉

Was ich allerdings liebe, sind selbst zusammengesteckte Sträuße. Mitbringselsträuße wie dieser. Als lebendiger Strauß in bunt, virtuell in schwarz-weiß. Für Träumer…

Verlinkt bei Friday Flowerday 40/17

Kulinarischer Herbst…

…und ein Hauch Frankreich. Wenn man eine Quiche-Form braucht, ist schon alles gesagt. Und wenn im Rezept verheißungsvoll von „einfach“ gesprochen wird, dann ist mein Eifer entfacht. Ich habe es probiert, angeregt durch die wundervolle Beschreibung des Rezeptes im DieZeit Magazin „Die Transformation der Zwiebel“.

Ich habe die Transformation gewagt, leicht abgeändert, mit vielen Tränen und wenig Geduld. Aber es ist gelungen. Nebenbei – ein Rezept bei dem ein kleiner Teil des Weines schon zum Kochen gebraucht wird, ist ein gutes Rezept, oder?

Teig: 250 g Mehl, 120 ml Olivenöl, 1 Tl Salz, 90 ml Wasser.

Belag: 4 große Gemüsezwiebeln, 40 g Butter, Salz, Pfeffer, 100 ml Weißwein, 2 Thymianzweige, Kräuter der Provence

Zubereitung:

Den Mürbteig herstellen. Die Zwiebeln schälen und fein hobeln. Anschließend in Butter anschwitzen und leicht bräunen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen und in Weißwein 30 min garen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig in die Form geben, mit Zwiebeln bedecken und 30 min backen. Dazu schmeckt… Na ja, ihr wisst schon…

 

Gedanken, die mich nicht loslassen

Immer häufiger beschäftige ich mich – ob beruflich oder privat – mit den Einflüssen der Medien auf uns Menschen. Ich schwanke zwischen der Neugier und Faszination dafür und den Bedenken dagegen. Schon eine Medienkritik innerhalb eines Mediums zu formulieren, zeigt die Schwierigkeit, in der wir leben. Segen und Fluch, vermutlich. Und wie immer beides zugleich. Ganz deutlich wurde mir ein kurzer Denkanstoß Roberto Simanowskis (im Gespräch mit Barbara Bleisch, Sternstunde Philosophie) und eines interessanten Artikels von Mikaela Rossman Clark über The Pictures I Didn`t Take.

Auch ich liebe es, Fotos zu machen, am liebsten schnelle Snapshots ohne große Vorbereitung. Und nun spricht jemand davon, dass wir die Wirklichkeit mehr ablichten als erleben. Dass ein schnelles Foto genüge, um weiter zu gehen. Er spricht davon, wie früher fotografiert wurde und ich erinnere mich an meinen Großvater, der sich ewig Zeit nahm, um ein Foto zu machen. Und es anschließend selbst entwickelte. Unzählige Landschaftsbilder und jedes sorgfältig ausgewählt. Oder Fotoalben, die entstanden, Schritt für Schritt, sorgfältig geklebt und mit Texten versehen. Ich nehme mir die Zeit dafür nur noch selten. Vielleicht, weil es zu viele Bilder sind, zu einfach zu speichern, posten und liken zu lassen. Und dann das nächste zu erstellen, weil schon wieder das Neue lockt.

Und auf der anderen Seite die Faszination und Freude daran. Die abgelichtete Wirklichkeit in allen Formen darstellen und verändern zu können. Ohne Aufwand etwas festhalten können. Auch, Bilder zeigen zu können, direkt und ohne zu warten.

Was bleibt ist die Nachdenklichkeit. Die Gedanken darüber, was passiert innerhalb unsere Medienpräsenz. Mit uns und unserer Wahrnehmung von Wirklichkeit. Mit den kurzen Augenblicken des Lebens.

 

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Spiegel unserer Selbst

„In Wirklichkeit ist jeder Leser, wenn er liest, ein Leser nur seiner selbst. Das Werk des Schriftstellers ist dabei lediglich eine Art von optischem Instrument, das der Autor dem Leser reicht, damit dieser erkennen möge, was er in sich selbst sonst vielleicht nicht hätte erschauen können. Dass der Leser das, was das Buch aussagt, in sich selber erkennt, ist der Beweis für die Wahrheit ebendieses Buches.“

aus: Alain des Botton. Wie Proust Ihr Leben verändern kann.

Kunst wirkt berührend und es bringt uns zum Nachdenken. Es ist spannend zu hinterfragen, warum uns bestimmte Bücher gefallen und andere nicht. Warum wir bestimmte Formen von Kunst mögen und andere nicht. Und wenn wir es anderen erklären sollen, ist es vielleicht gar nicht so einfach. Lassen wir die Erklärungen beiseite. Lassen wir uns berühren und erfahren ein Stück mehr von uns selbst.

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Mein Juli

Bei Birgitt bin ich zufällig auf die Monatscollagen gestoßen und ich fand die Idee so schön, dass ich mir Zeit genommen habe, über diesen sonnig-gewittrigen Sommermonat Juli nachzudenken. Manchmal fühle ich mich so gehetzt vom Alltag, dass die Zeit zu reflektieren fehlt und mich plötzlich der Gedanke „schon wieder ein Monat vorbei“ überfällt.

Und wenn ich dann rückblickend sehe, wieviel Sonnenschein sich in dem immer wieder auch wolkigen Lebensmonat verbirgt, dann bin ich sehr dankbar über die Möglichkeit, an schönen Orten Kaffee zu trinken, einen wundervollen Beruf zu haben, Zeit zu haben um zu lesen, in die Natur zu gehen und Dinge zu tun, die mir Freude bereiten – umgeben von verschiedensten wundervollen Menschen, die das Leben so bunt machen.

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Sommergemüse mit Hähnchen

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Ich muss gestehen, ich bin keine all zu gute  Köchin. Und auch nicht sehr geduldig. Die liebsten Rezepte sind mir die, die mit geringem Aufwand, einfachen Zutaten und wenig Vorarbeiten durchzuführen sind. Hier ist so ein Rezept. Viel frisches Gemüse, viele natürliche Aromen und ein großer Topf. Beliebig erweiterbar, für unverhoffte Gäste. Mit knusprigem Baguette und kühlem Weißwein ein unkomplizierter, mediteraner Traum…

Zutaten:

  • Hähnchenbrustfilets
  • Zucchini
  • Kirschtomaten
  • Brokkoli
  • rote Zwiebel
  • Paprika
  • frische oder getrocknete Kräuter, etwas Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Alle Zutaten in kleine Würfel schneiden, Brokkoliröschen zerteilen. Mit Olivenöl und Kräutern würzen und alles zusammen in eine Auflaufform füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 220 °C backen. Zwischendurch wenden. Anschließend mit Baguette servieren.

Ein Stück von mir…

Ganz unverhofft hatte ich heute die Möglichkeit, an einen Ort zurück zu kehren, den ich länger nicht besucht habe. Meine Studentenstadt, zumindest für einen Teil des Studiums. Es war der Ort, an dem ich die ersten Schritte in die Selbständigkeit tat, das Gefühl hatte, jetzt erwachsen zu sein. Wenn ich heute zurückkehre, dann haben einzelne Orte eine besondere Bedeutung für mich. Sie sind immer noch verbunden mit den Gefühlen von damals und strahlen eine Vertrautheit aus, wie wenige andere. Ich hatte das Gefühl, als wäre ein Stück von mir dort geblieben und beim Schlendern durch die Gassen war es, als würde ich diesem alten Teil von mir begegnen. Und mit einem Lächeln verstand ich plötzlich, wie eine Erfahrung zur nächsten führte. „Das Leben rückwärts verstehen“, davon spricht Kierkegaard. Heute war mir sehr bewusst, was er damit meinte…

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