Wirsing-Walnuss-Taschen

Wirsing als Gemüse schmeckt nach Herbst. Verbunden mit irgendetwas Cremigem immer lecker, und wie hier, gefüllt und mit Walnüssen nochmal mehr jahreszeitbezogen. Am liebsten mag ich dazu knuspriges Baguette. Weil Baguette eigentlich immer passt…

6 große Blätter Wirsing

50 g gehackte Walnusskerne

1 Zwiebel

150 g Frischkäse

Feta-Käse und Speckwürfel nach Belieben

2 EL Sahne

Pfeffer, Salz

Ei, Semmelbrösel

Olivenöl zum Anbraten

Die 6 Wirsing-Blätter in Salzwasser blanchieren. Inzwischen die klein geschnittene Zwiebel mit den Speckwürfeln anbraten und abkühlen lassen. Walnüsse mit Frischkäse, Feta, Sahne vermengen und Zwiebel-Speck-Mischung unterheben. Salzen und pfeffern. Anschließend auf die gut abgetropften Wirsing-Blätter geben und zu Päckchen falten. In Ei und Semmelbrösel wenden und in Olivenöl anbraten.

Guten Appetit!

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Zurück zu den Wurzeln

Ein Gericht ganz ohne Schnörkel, ohne besonderen Glanz. Mit Kraut serviert, ein Herbstgericht. Minimalismus in den Zutaten: Kartoffeln, Mehl und Eier. Ein Teig; dann geformt, gekocht.

Ein einfaches, bäuerliches Gericht. Früher vermutlich ein Gericht aus dem eigenen Garten, weit entfernt von Exotik. Ein Slow-Food- Gericht, denn Zeit braucht man. Zeit um zu kochen und sich zu erden. Für mich besteht die Herausforderung genau darin: sich Zeit zu nehmen: zu kochen, zu schälen, einen Teig herzustellen, zu formen, wieder zu kochen und zum Schluss noch anzubraten. Eine Abkehr von beruflichen Alltagsgedanken und Rückkehr zu den grundlegenden Dingen. Kochen, wie viele Generationen vor mir in unserer Gegend. In chaotischen, fordernden Zeiten ist es Therapie und Genuss zugleich…

Zutaten für die Schupfnudeln:

  • 500 g gekochte Kartoffeln
  • 500 g Mehl
  • 1 Ei
  • Muskat, Salz

 

  • Zwiebeln und Speck
  • Sauerkraut

Gekochte Schupfnudeln mit Zwiebeln und Speck anbraten und mit Sauerkraut servieren.

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Kulinarischer Herbst…

…und ein Hauch Frankreich. Wenn man eine Quiche-Form braucht, ist schon alles gesagt. Und wenn im Rezept verheißungsvoll von „einfach“ gesprochen wird, dann ist mein Eifer entfacht. Ich habe es probiert, angeregt durch die wundervolle Beschreibung des Rezeptes im DieZeit Magazin „Die Transformation der Zwiebel“.

Ich habe die Transformation gewagt, leicht abgeändert, mit vielen Tränen und wenig Geduld. Aber es ist gelungen. Nebenbei – ein Rezept bei dem ein kleiner Teil des Weines schon zum Kochen gebraucht wird, ist ein gutes Rezept, oder?

Teig: 250 g Mehl, 120 ml Olivenöl, 1 Tl Salz, 90 ml Wasser.

Belag: 4 große Gemüsezwiebeln, 40 g Butter, Salz, Pfeffer, 100 ml Weißwein, 2 Thymianzweige, Kräuter der Provence

Zubereitung:

Den Mürbteig herstellen. Die Zwiebeln schälen und fein hobeln. Anschließend in Butter anschwitzen und leicht bräunen lassen. Mit Salz, Pfeffer, Kräutern würzen und in Weißwein 30 min garen.  Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Teig in die Form geben, mit Zwiebeln bedecken und 30 min backen. Dazu schmeckt… Na ja, ihr wisst schon…

 

Ein bisschen Kindheit

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Wenn ich dieses Gericht koche, ist es immer verbunden mit Gedanken an meine Kindheit. Meine Oma bereitete regelmäßig diese Rindfleischsuppe zu und ich weiß noch genau, wie es roch, wenn ich hungrig aus der Schule kam. Im Stuttgarter Raum spricht man vom „Gaisburger Marsch“. Neben anderen Legenden, gefällt mir diese am besten: den in Kriegsgefangenschaft genommenen Männer wurde erlaubt, von ihren Frauen mit einer Schüssel Essen pro Tag versorgt zu werden. Diese verkochten alles darin, was nahrhaft war und gut schmeckte. Damit marschierten die Frauen dann jeden Tag zu ihren Männern.

Heute ist es für mich ein Zeichen für Einfachheit, Bodenständigkeit. Ich vermeide alle künstlichen Aromen und verwende nur naturbelassene Produkte. Jedes Mal ein bisschen anders. Unerlässlich jedoch:

1 kg Rindfleisch
4 Suppenknochen

Suppengemüse (Karotten, Lauch, Sellerie, Petersilie)
2 Zwiebeln
2 Gewürznelke(n)
1-2 Lorbeerblätter
Kartoffeln
Spätzle (Menge nach Belieben)

Salz, Pfeffer, MuskatFleisch und Knochen in kaltem Wasser ansetzen und 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend Gemüse zugeben und etwa eine Stunde weiter ziehen lassen (nicht sprudelnd kochen). Gemüse und Fleisch herausnehmen, Karotten und Fleisch klein schneiden, in der Brühe die geschälten und gewürfelten Kartoffeln weich kochen und die Spätzle zugeben. Das Fleisch und die Karotten unterheben und auf Tellern anrichten und abschmecken. Mit den frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen.

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Sommergemüse mit Hähnchen

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Ich muss gestehen, ich bin keine all zu gute  Köchin. Und auch nicht sehr geduldig. Die liebsten Rezepte sind mir die, die mit geringem Aufwand, einfachen Zutaten und wenig Vorarbeiten durchzuführen sind. Hier ist so ein Rezept. Viel frisches Gemüse, viele natürliche Aromen und ein großer Topf. Beliebig erweiterbar, für unverhoffte Gäste. Mit knusprigem Baguette und kühlem Weißwein ein unkomplizierter, mediteraner Traum…

Zutaten:

  • Hähnchenbrustfilets
  • Zucchini
  • Kirschtomaten
  • Brokkoli
  • rote Zwiebel
  • Paprika
  • frische oder getrocknete Kräuter, etwas Knoblauch
  • Salz, Pfeffer, Olivenöl

Alle Zutaten in kleine Würfel schneiden, Brokkoliröschen zerteilen. Mit Olivenöl und Kräutern würzen und alles zusammen in eine Auflaufform füllen. Im vorgeheizten Ofen bei 220 °C backen. Zwischendurch wenden. Anschließend mit Baguette servieren.

Pfirsichmarmelade mit Rosmarin

Ein bisschen ausgefallen und köstlich zu Käse oder aufs Brot. Ich mag die Verbindung von Kräutern und Obst, von süß und herzhaft, eigentlich vielem, was auf den ersten Blick nicht zusammengehört. Lasst euch überraschen…

1 kg Plattpfirsiche

1 ausgepresste halbe Zitrone

4 Zweige Rosmarin

350 ml Sekt

500 g Gelierzucker 2:1

Pfirsiche waschen und kleinschneiden, mit Zitronensaft beträufeln,  Sekt und Rosmarin dazugeben und weichkochen. Anschließend die Rosmarinzweige entfernen und den Rest pürieren. Den Gelierzucker unterheben und weitere 4 min kochen. In Schraubgläser füllen und gut verschließen.

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Holunderblüten-Sirup

Jetzt sind sie soweit, die Holunderblüten! Ich freue mich immer über Rezepte, die ganz einfach sind, bei denen schon die Vorbereitung Spaß macht – wunderschön, die Blüten zu ernten, im warmen Wind, so wie heute – und bei deren Zubereitung auch noch das ganze Haus duftet…

1 Liter Wasser

25 Holunderblütendolden

25 g Zitronensäure

1 unbehandelte Zitrone

1 kg Zucker

Wasser, Zucker, Zitronensäure, in Streifen geschnittene Zitrone aufkochen. Die gewaschenen Holunderblütendolden zugeben und von der Kochstelle nehmen. Mindestens 24 Stunden ziehen lassen und anschließend in saubere Flaschen füllen.

Karotten-Orangen-Ingwer

…vielleicht erst einmal gewöhnungsbedürftig, wenn man es liest. Aber eine wunderbar besondere Geschmacksnote, wenn man sich überwunden hat. Ich liebe diese Marmelade und vielleicht lässt sich ja jemand animieren.

Weniger denken, sich im Tun verlieren, und im Duft. So geht es mir, wenn ich sie zubereite…

  • 500 g Karotten
  • 300 g Äpfel
  • 25 g Ingwer
  • 2 unbehandelte Orangen
  • 1 unbehandelte Limette oder Zitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Karotten, Äpfel, Ingwer schälen und fein reiben. Saft und einzelne Zesten von Orangen und Limone zugeben. Mit Gelierzucker vermengen und 5 min kochen.