Ein bisschen Kindheit

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Wenn ich dieses Gericht koche, ist es immer verbunden mit Gedanken an meine Kindheit. Meine Oma bereitete regelmäßig diese Rindfleischsuppe zu und ich weiß noch genau, wie es roch, wenn ich hungrig aus der Schule kam. Im Stuttgarter Raum spricht man vom „Gaisburger Marsch“. Neben anderen Legenden, gefällt mir diese am besten: den in Kriegsgefangenschaft genommenen Männer wurde erlaubt, von ihren Frauen mit einer Schüssel Essen pro Tag versorgt zu werden. Diese verkochten alles darin, was nahrhaft war und gut schmeckte. Damit marschierten die Frauen dann jeden Tag zu ihren Männern.

Heute ist es für mich ein Zeichen für Einfachheit, Bodenständigkeit. Ich vermeide alle künstlichen Aromen und verwende nur naturbelassene Produkte. Jedes Mal ein bisschen anders. Unerlässlich jedoch:

1 kg Rindfleisch
4 Suppenknochen

Suppengemüse (Karotten, Lauch, Sellerie, Petersilie)
2 Zwiebeln
2 Gewürznelke(n)
1-2 Lorbeerblätter
Kartoffeln
Spätzle (Menge nach Belieben)

Salz, Pfeffer, MuskatFleisch und Knochen in kaltem Wasser ansetzen und 2 Stunden ziehen lassen. Anschließend Gemüse zugeben und etwa eine Stunde weiter ziehen lassen (nicht sprudelnd kochen). Gemüse und Fleisch herausnehmen, Karotten und Fleisch klein schneiden, in der Brühe die geschälten und gewürfelten Kartoffeln weich kochen und die Spätzle zugeben. Das Fleisch und die Karotten unterheben und auf Tellern anrichten und abschmecken. Mit den frisch geschnittenen Frühlingszwiebeln bestreuen.

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Pfirsichmarmelade mit Rosmarin

Ein bisschen ausgefallen und köstlich zu Käse oder aufs Brot. Ich mag die Verbindung von Kräutern und Obst, von süß und herzhaft, eigentlich vielem, was auf den ersten Blick nicht zusammengehört. Lasst euch überraschen…

1 kg Plattpfirsiche

1 ausgepresste halbe Zitrone

4 Zweige Rosmarin

350 ml Sekt

500 g Gelierzucker 2:1

Pfirsiche waschen und kleinschneiden, mit Zitronensaft beträufeln,  Sekt und Rosmarin dazugeben und weichkochen. Anschließend die Rosmarinzweige entfernen und den Rest pürieren. Den Gelierzucker unterheben und weitere 4 min kochen. In Schraubgläser füllen und gut verschließen.

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Holunderblüten-Sirup

Jetzt sind sie soweit, die Holunderblüten! Ich freue mich immer über Rezepte, die ganz einfach sind, bei denen schon die Vorbereitung Spaß macht – wunderschön, die Blüten zu ernten, im warmen Wind, so wie heute – und bei deren Zubereitung auch noch das ganze Haus duftet…

1 Liter Wasser

25 Holunderblütendolden

25 g Zitronensäure

1 unbehandelte Zitrone

1 kg Zucker

Wasser, Zucker, Zitronensäure, in Streifen geschnittene Zitrone aufkochen. Die gewaschenen Holunderblütendolden zugeben und von der Kochstelle nehmen. Mindestens 24 Stunden ziehen lassen und anschließend in saubere Flaschen füllen.

Karotten-Orangen-Ingwer

…vielleicht erst einmal gewöhnungsbedürftig, wenn man es liest. Aber eine wunderbar besondere Geschmacksnote, wenn man sich überwunden hat. Ich liebe diese Marmelade und vielleicht lässt sich ja jemand animieren.

Weniger denken, sich im Tun verlieren, und im Duft. So geht es mir, wenn ich sie zubereite…

  • 500 g Karotten
  • 300 g Äpfel
  • 25 g Ingwer
  • 2 unbehandelte Orangen
  • 1 unbehandelte Limette oder Zitrone
  • 500 g Gelierzucker 2:1

Karotten, Äpfel, Ingwer schälen und fein reiben. Saft und einzelne Zesten von Orangen und Limone zugeben. Mit Gelierzucker vermengen und 5 min kochen.