Septemberstimmung

IMG_1188.JPGDer September mit dem Ende der Sommerferien, dem Urlaub und dem Beginn des Herbstes bringt für mich immer eine besondere Stimmung mit sich. Die Gedanken an Frostnächte und Nebeltage, an Spinnweben und Herbstregen. Abschiedsstimmung von Sommer und Hitze, von Flipflops und Strohhüten. Von Sommerleichtigkeit.

Und dann sind da die Stunden in der Spätsommersonne, die abgemähten Felder und der Duft nach lehmigem Boden. Die immer bunter werdende Welt, das Herbstrascheln abgeworfener Blätter, die letzten Stunden auf dem Liegestuhl. Und alles bekommt  einen besonderen Zauber, ein Zauber der Vergänglichkeit. Als wäre es ein Erinnern an die eigene Endlichkeit und ein Wachrütteln, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Sich bewusst sein, über die Veränderung, die Zeit und die Bedeutung des Augenblicks…

Verlinkt bei Birgitt und ihrer wunderschönen Collagen-Sammlung

 

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Erinnerung an den Sommer

Welch schöne Idee, das Wochenende mit Blumen zu begrüßen! Ganz zufällig – wie es mir hier immer geht – habe ich hier den „Friday Flowerday“ gefunden und mit Blick auf meine letzte Sonnenblume beschlossen, das zarte Blümchen zu präsentieren. Gewiss, es gibt schönere, edlere und fantasievollere Sträuße, aber manchmal sind es ja auch die kleinen, einfachen Dinge. Eine einzelne, schon etwas verwelkte Blume in einer alten Vase, eine letzte noch blühende Rose an einem alten Strauch; oder eine Sonnenblume in Omas altem Einmachtopf, die von Sommer und Wärme erzählt…

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Ein Stück von mir…

Ganz unverhofft hatte ich heute die Möglichkeit, an einen Ort zurück zu kehren, den ich länger nicht besucht habe. Meine Studentenstadt, zumindest für einen Teil des Studiums. Es war der Ort, an dem ich die ersten Schritte in die Selbständigkeit tat, das Gefühl hatte, jetzt erwachsen zu sein. Wenn ich heute zurückkehre, dann haben einzelne Orte eine besondere Bedeutung für mich. Sie sind immer noch verbunden mit den Gefühlen von damals und strahlen eine Vertrautheit aus, wie wenige andere. Ich hatte das Gefühl, als wäre ein Stück von mir dort geblieben und beim Schlendern durch die Gassen war es, als würde ich diesem alten Teil von mir begegnen. Und mit einem Lächeln verstand ich plötzlich, wie eine Erfahrung zur nächsten führte. „Das Leben rückwärts verstehen“, davon spricht Kierkegaard. Heute war mir sehr bewusst, was er damit meinte…

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Träume in mir

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Reisen. Ein bisschen heraustreten aus dem gewohnten Umfeld; sich anders erleben, entspannter, reduzierter. Bei jeder Reise stelle ich mir die Frage, wie es wohl wäre, in diesem Land zu leben. Wären wir in einer anderen Umgebung ganz anders?  Prägt uns das Äußere oder wären wir wieder die, die wir sind? In ein fremdes Leben schlüpfen, morgens das leichte Strandkleid, barfuß den warmen Sand fühlen, George im Vorbeigehen ein „Ca va, George?“ zurufen, den Wind in den Haaren. Mittags Baguette, Oliven, Wein – im Stehen an der Bar.

Mein Leben sieht anders aus, und eures wohl auch. Ich habe die Arbeit vergessen und den Alltag. Stimmt. Aber ich träume nur und ich nehme mir jede Menge Zeit dafür…